Prophylaxe

Die Prävention von infektiösen Erkrankungen kann durch regelmäßig durchgeführte Impfungen erreicht werden.

Equine Influenza

Die Pferdegrippe ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung der Atemwege, verursacht durch verschiedene Stämme des Influenza Virus. Pferde können sich entweder durch direkten Kontakt mit einem bereits erkrankten Tier anstecken, aber auch durch Umweltvektoren und Luftpartikel. Die Krankheit verbreitet sich sehr schnell, weil die Inkubationszeit nur 1-3 Tage beträgt, bevor sich erste Symptome zeigen.

Diese Erkrankung kann sich schnell zu einer lebensbedrohlichen Bronchitis oder Lungenentzündung entwickeln und auch während der Therapie zeigen betroffene Pferde später oft eine erhöhte Anfälligkeit für Sekundärinfektionen. Daher empfehlen wir die Impfung gegen diese Viruserkrankung.

Tetanus

Tetanus ist eine oft tödliche Erkrankung und wird durch ein im Boden vorkommendes Bakterium (Clostridium tetani), das jegliche Wunde kontaminieren kann, verursacht. Aufgrund der langen Inkubationszeit von 7-21 Tagen ist die Wunde oft schon abgeheilt, wenn Tetanussymptome zu erkennen sind.

Das Tetanusrisiko ist signifikant und immer vorhanden. Mehr als 90% der ungeimpften Pferde überleben eine Tetanusinfektion nicht. Im Falle eines Überlebens bedarf es einer intensiven Therapie über mehrere Wochen.

Die Impfung gegen diese Erkrankung ist sehr effektiv und sehr empfehlenswert, auch wenn die Pferde nicht transportiert oder in geschlossenen Beständen gehalten werden. Oft wird die Impfung mit der Influenzaimpfung kombiniert.

Herpes

Es gibt 5 verschiedene equine Herpesviren, von denen EHV1 und EHV4 die am klinisch bedeutsamsten sind. Gegen diese beiden können Pferde geimpft werden. Es können respiratorische Erkrankungen (Rhinopneumonitis), Aborte und Erkrankungen des Nervensystems mit Lähmungen und Koordinationsstörungen auftreten.

Das Virus wird direkt über eine Tröpfcheninfektion oder indirekt über kontaminierte Gegenstände etc. übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 2-10 Tage.

Ziel einer Impfung gegen das equine Herpesvirus ist in erster Linie nicht der 100% Schutz des einzelnen Tieres, da unter besonderen Umständen auch geimpfte Pferde noch erkranken können. Vielmehr steht die Reduktion der im Bestand zirkulierenden Virusmenge im Vordergrund der Prophylaxe. Je geringer die Virusmenge im Bestand, desto weniger wahrscheinlich ist eine akute Erkrankung mir ihren Folgen.

Daher ist die Impfung des gesamten Bestandes zu empfehlen.